Leidenschaft für Radfahren, Golf und Spanien
21.03.2024
Wenn er sich nicht mit der Buchhaltung beschäftigt, bewegt sich Frank Plijnaar (1952) gerne sportlich. Er stieg schon regelmäßig auf sein Rennrad, spielt Tennis, schwimmt und fährt Ski. Und vor einigen Jahren kam eine neue Sportleidenschaft hinzu: Golf.
Seine Tochter Danielle riet ihm, es einfach mal auszuprobieren. Denn er war im Vorfeld ziemlich skeptisch gegenüber diesem Sport, gibt er zu. „Ich sah Golf immer als Murmeln für Senioren, aber inzwischen bin ich selbst ein Senior“, lacht Plijnaar. Die erste Begegnung mit dem Golfplatz gefiel ihm überraschend gut. „Ein sehr herausfordernder Sport, für den man sehr konzentriert sein muss. Man ist in einer schönen Umgebung und legt eine beträchtliche Strecke zurück. Es gibt einen enormen Kick, wenn man den Ball gut trifft. Aber ich bin überhaupt nicht gut darin, das sage ich Ihnen.
Er spielt am liebsten Golf im sonnigen Spanien, wo er ein Haus an der Costa Brava hat. „In Spanien ist fast immer schönes Wetter, das lädt dazu ein, jeden Tag aktiv zu sein. Die Menschen leben dort viel mehr draußen. Radfahren ist dort auch viel sicherer. Wir wohnen in der Nähe eines Naturschutzgebiets, wo es herrlich ruhig ist und wo es mehrere Golfplätze gibt. Wir spielen dreimal pro Woche Golf und kommen dann an die schönsten Orte mitten in der Natur mit antiken Kirchen. Die Regeln sind in Spanien bei weitem nicht so streng wie in den Niederlanden. Dort darf man ohne Lizenz auf allen Plätzen spielen. Ich spiele immer besser in Spanien. Vielleicht hat das mit dem Licht zu tun. Oder mit der Konzentration. In den Niederlanden schweifen meine Gedanken vielleicht schneller zur Arbeit ab.“ Plijnaar strebt keine Mitgliedschaft in einem Golfclub an. „Golf soll die ideale Sportart sein, um zu netzwerken, aber dafür brauche ich diesen Golfclub nicht. Ich spiele mit Familie und Freunden. Ich finde es vor allem angenehm, dass meine Frau es auch als einen schönen Sport empfindet, sodass wir es gemütlich zu zweit machen können. An meinem Handicap zu arbeiten, finde ich nicht wichtig. Ich notiere die Punkte, und wenn ich 80 Schläge gebraucht habe und meine Frau 60, dann habe ich eben verloren. Ich mag keine Menschen, die darin sehr fanatisch sind, besonders nicht in unserem Alter. Ich kann auch nichts mit Menschen anfangen, die sich selbst auf die Brust klopfen, womit ich Golf assoziierte. Aber das stellte sich in Spanien als gar nicht so schlimm heraus.“
Gemeinsame Kraft
Er fühlt sich auch ganz zu Hause im Nordosten Spaniens, wo er etwa vier Monate im Jahr verbringt. Was ihn an der Region anspricht? „Nun, fast alles: das Essen, die Kultur, der Sport, und wir haben dort ein sehr schönes Haus an einem herrlichen Ort. Ich finde die Menschen in dieser Region auch sehr nett. Bevor wir ein Haus kauften, haben wir uns zuerst im Süden umgesehen. Aber dort merkten wir, dass wir nirgends anständig empfangen wurden. Als wir nach Norden fuhren, wurde die Natur immer grüner, die Umgebung schöner und die Menschen freundlicher.“ Plijnaar möchte in Zukunft noch einige Monate länger in Spanien verbringen, sich dort aber nicht dauerhaft niederlassen. „Unser soziales Leben spielt sich in den Niederlanden ab, das wollen wir auf keinen Fall aufgeben. Man sieht, dass Menschen, die schon länger weg sind, ihre Kontakte hier verlieren. Und ich habe natürlich auch noch meine Arbeit.“
Er arbeitet durchschnittlich etwa 15 Stunden pro Woche. Alle finanziellen Angelegenheiten des Hotels laufen über ihn. So gibt Plijnaar beispielsweise die finanziellen Rahmenbedingungen vor, wenn eine Investitionsentscheidung getroffen werden muss. In seiner Funktion tauscht er sich oft mit seiner Tochter aus, die General Managerin bei Mitland ist. Er dachte, in all den Jahren schon alles erlebt zu haben. Und dann kam Corona. „Aber auch das haben wir überstanden. Wir jammern dann nicht, sondern packen in diesen Momenten gemeinsam an. Darauf bin ich stolz. Wenn wir etwas realisieren wollen, entsteht ein gewisser Antrieb, und man sieht, dass alle Brüder in eine bestimmte Richtung gehen. Jeder Bruder tut, was er tun muss und worin er gut ist. Wir haben viel Respekt vor der Arbeit des anderen. Aus dieser gemeinsamen Kraft entsteht dann etwas sehr Schönes. Dieser dynamische Prozess geht immer weiter. Wenn man vorne am Hotel fertig ist, kann man hinten schon wieder anfangen. Es hört nie auf.“
Geburtstag mit Brüdern
Die vier Brüder sind inzwischen in einer anderen Lebensphase angekommen. „Wir arbeiten alle etwas weniger. Die Kinder machen es und wir haben mehr eine beratende Aufgabe bekommen. Wir haben etwas mehr Zeit, um die schönen Dinge im Leben zu genießen, und die gibt es genug. Zum Beispiel schöne Reisen machen.“ Zu seinem sechzigsten Geburtstag lud er seine Brüder ein, das Fest in Spanien zu feiern. Er kündigte an diesem Tag an, dass dies eine Tradition werden würde. Und so geschah es. „Bis heute kommen meine Brüder jedes Jahr treu nach Spanien zu meinem Geburtstag. Dann zeigt sich, dass wir zusammen enormen Spaß haben, wir lachen uns dann immer kaputt. Der eine Bruder gibt die Vorlage und der andere köpft sie rein. Diese Atmosphäre strahlt auch auf das gesamte Unternehmen aus, finde ich. Gäste bemerken oft, dass alle im Hotel fröhlich sind.“

